Sankt Augustin, 08.03.2026
Internationaler Frauentag
Dank, Respekt und klare Verantwortung
Der Internationale Frauentag am 8. März ist für die Landeselternkonferenz NRW Anlass zu Dank, und zu klarer gesellschaftlicher Verantwortung. Er würdigt Frauen, die unsere Gesellschaft tragen: im Beruf, im Ehrenamt, in der Familie, im Bildungsbereich und in der gesamten Gesellschaft. Das gilt nicht nur für den achten März, sondern für jeden einzelnen Tag im Jahr und jedes Jahr wieder!
Gerade im schulischen und im häuslichen Alltag wird sichtbar, wie viel Verantwortung Frauen übernehmen. In vielen Familien sind es noch immer überwiegend Frauen, die bei Unterrichtsausfall, etwa durch Streiks, bei Krankheit der Kinder oder bei organisatorischen Herausforderungen einspringen, strukturieren und Halt geben. Sie begleiten Lernprozesse, führen Gespräche, organisieren Betreuung und schaffen Stabilität.
Diese Leistung ist nicht selbstverständlich. Sie ist ein tragendes Fundament unserer Bildungslandschaft.
Zahlreiche Frauen engagieren sich zudem in Klassen- und Schulpflegschaften sowie in Elternvertretungen. Mit Zeit, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein gestalten sie Schule aktiv mit. Dieses Engagement verdient Anerkennung, und zwar sichtbar und dauerhaft.
Der Internationale Frauentag mahnt jedoch auch zur Klarheit: Weltweit wird Mädchen noch immer das gleiche Recht auf Bildung verwehrt. Chancen, Selbstbestimmung und berufliche Perspektiven werden ihnen allein aufgrund ihres Geschlechts genommen. Bildung ist kein Privileg, sie ist ein Menschenrecht.
Auch in Deutschland gibt es geschlechtsspezifische Gewalt bis hin zu Femiziden. Und auch hier erleben Mädchen, dass ihnen nach der Schulpflicht Bildungswege, Ausbildungschancen und berufliche Perspektiven durch Druck, Abhängigkeit oder strukturelle Benachteiligung faktisch verbaut werden.
Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Ebenso wenig dürfen wir hinnehmen, dass Mädchen, offen oder subtil, signalisiert bekommen, bestimmte Lebenswege stünden ihnen nicht zu. Eine moderne Gesellschaft misst sich daran, ob sie allen Kindern unabhängig vom Geschlecht gleiche Chancen eröffnet.
„Als Vater und als Vertreter der Eltern in Nordrhein-Westfalen sage ich klar: Mädchen haben das gleiche Recht auf Bildung, Selbstbestimmung und berufliche Perspektiven, ohne Einschränkung und ohne Relativierung. Gewalt gegen Frauen, bis hin zu Femiziden, sind niemals hinnehmbar. Dafür tragen wir gemeinsam Verantwortung“, erklärt Andreas Albrecht, stellvertretender Vorsitzender der Landeselternkonferenz NRW.
„Der Schutz von Frauen und Mädchen ist keine Option, sondern Verpflichtung“, betont Hinrich Pich, Vorsitzender der Landeselternkonferenz NRW. Respekt, Schutz und echte Chancengerechtigkeit für Frauen und Mädchen müssen gelebte Realität sein, nicht nur am 8. März, sondern an jedem Tag des Jahres.
Für den Vorstand
| Personen |
|---|
| Hinrich Pich |
| Andreas Albrecht |
| Christian Müller |
| Torsten Hemkemeier |
| Markus Sawicki |
| Jason Kannanthanathu |
| Viola Pankratz |
| Daniela Isopp |
| Annette Willms |