NRW, 01.06.2020

Positionspapier fokus auf das kommende schuljahr richten 2

GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER

Statt kurzfristiger Planung
den Fokus auf das kommende Schuljahr richten Die Corona-Pandemie bestimmt nach wie vor unser aller Leben, unsere Gedan- ken und unser Tun. Sie hat tiefgreifende Ängste ausgelöst und in vielen Berei- chen eine große Hilflosigkeit hervorgerufen. Die Zeit der Schulschließungen und die anschließende schrittweise Wiederaufnahme des Unterrichts ist weder für die Kinder und Jugendlichen noch für die Lehrkräfte eine einfache Zeit ge- wesen. Sie war und ist geprägt von vielfältigen Herausforderungen für Kinder und Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte. Grundsätzlich gilt: Die Wiederaufnahme des sogenannten Normalbetriebs in den Schulen ist mehr als erstrebenswert. Dafür muss schon jetzt der Fokus auf das kommende Schuljahr gerichtet wer- den, müssen tragfähige und gangbare Pläne entwickelt werden, die einen gu- ten Start in einen hoffentlich kontinuierlichen Schulbetrieb ermöglichen.
Diese Planung ist eindeutig zu priorisieren gegenüber einer erneuten kurzfristi- gen Umplanung des jetzigen Schulbetriebs. Die Schulen haben unter erheblichen Schwierigkeiten und mit viel Kreativität und Professionalität transparente und für Schülerinnen und Schüler sowie El- tern nachvollziehbare Pläne bis zu den Sommerferien erstellt, die aus einem Mix von Präsenzunterricht und dem Lernen aus Distanz bestehen. Feste Lern- gruppen wurden eingerichtet, die Präsenztermine verbindlich kommuniziert.
Eine kurzfristige Umplanung würde zum jetzigen Zeitpunkt durch die entste- hende Unruhe und Unsicherheit in den Schulen das schulische Lernen und Lehren eher behindern als befördern. Es würde notwendige und bereits ab- gesprochene Planungsprozesse in den Schulen für das kommende Schuljahr gefährden. Deswegen gilt jetzt: Klarheit für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schu- len, dass die erarbeiteten Pläne bis zu den Sommerferien Bestand haben. Der gelingende Start des kommenden Schuljahrs darf nicht durch kurzsichtige politische Entscheidungen gefährdet werden. Die Krise war gekennzeichnet von kurzfristigen, dynamischen Entscheidungsprozessen, die nicht immer gelin- gend kommuniziert worden sind. Die Schulen, die Schülerinnen und Schüler und die Eltern haben unter diesen Umständen bewiesen, wie lernfähig und fle- xibel sie sind. Jetzt müssen auch die politisch verantwortlichen Personen ihre Lernfähigkeit unter Beweis stellen und die Lehrfähigkeit der Schulen für das kommende Schuljahr sichern.
GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER

Die Unterzeichner des Positionspapiers:

Maike Finnern Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW www.gew-nrw.de

Christiane Mika Grundschulverband NRW

www.grundschulverband-nrw.de

Sophie Halley Landesschüler*innenvertretung NRW
www.lsvnrw.de

Jutta Löchner Landeselternschaft der Gymnasien NRW www.le-gymnasien-nrw.de

Ralf Radke Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW www.leis-nrw.de

Anke Staar Landeselternkonferenz NRW

www.lek-nrw.de

Brigitte Balbach lehrer nrw

www.lehrernrw.de

Sabine Mistler Philologen-Verband

www.phv-nw.de

Stefan Behlau Verband Bildung und Erziehung

www.vbe-nrw.de

Rüdiger Käuser Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigung www.westfaelische-direktorenvereinigung.de