NRW, 01.04.2020

Pm kein richtig oder falsch nur miteinanderf

Dachverband der Stadt- und Kreisschulpflegschaften

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PM: KEIN RICHTIG ODER FALSCH - NUR GEMEINSAM! Alle Schulformen und alle Bedarfe im Blick Schule ist und bleibt der Ort der Vielfalt. Mehr denn je braucht es eine prozessorientierte Beteiligung, weil es kein zurück in „die“ Normalität geben wird. Wir müssen gemeinsam neue Werte und Normen für Bildung und Betreuung in Schule entwickeln. Diese prozessorientierte Beteiligung muss und sollte alles immer wieder auf den Prüfstand stellen, damit gute tragbare Lösungen und Wege gefunden werden. Umso wichtiger ist es, nicht in parteipolitischen Farben zu denken und alle Schulformen im Blick zu haben.
„Sicherheit und Akzeptanz entstehen wenn Sorgen, Fragen und Anregungen vorurteilsbewusst ernst genommen und diese nach systemrelevanter Dringlichkeit priorisiert werden, um gute gemeinsame Lösungen zu finden, die dann von einer breiten Mehrheit mitgetragen werden“, betont Anke Staar Vorsitzende der Landeselternkonferenz NRW (LEK NRW) (SSP Dortmund).
Um eine prozessorientierte notwendige Beteiligung zu ermöglichen, wünscht sich die Landeselternkonferenz NRW die Einrichtung einer „Task-Force“ auf Landesebene. Es ist wichtig, bewährte Methoden für soziale Innovationen und neue Potenziale zur Stärkung der Demokratie und Nachhaltigkeit anzuwenden. Entwicklungsvorhaben müssen anwendungsorientiert, transdisziplinär und ministeriale Geschäftsbereiche übergreifend, vorurteilsfrei diskutiert werden können.
„Bei aller Eile müssen auch die Interessen von Minderheiten, wie Menschen mit Behinderung und Benachteiligung, verstärkt berücksichtigt werden. Deshalb ist es wichtig, dass Vorhaben nicht nur per Dekret von einem Ministerium und der Politik entwickelt und entschieden werden, sondern auch Schulen, Kommunen, Verbände und andere schulisch relevante Ministerien im Vorfeld mitbeteiligt werden“, fordert Dr. Jan N. Klug stellvertretender Vorsitzender der LEK NRW (SSP Gelsenkirchen).
„Aufgrund der veränderten Situation müssen wir Konzepte entwickeln, die sowohl die Bildung aber auch die Betreuung unter der Berücksichtigung der größtmöglichen Sicherheit und der Gesundheit aller Schülerinnen und Schüler wieder ermöglicht“, merkt Dr. Ulrich Meier Beigeordneter der LEK NRW (SSP Bonn) an. „Es gilt also relevante Betreuung, Ausbau des digitalen Distanz-Unterrichts, schulische Neuordnung der Bildungsprioritäten sowie Sicherheits- und Gesundheitsstrukturen kontinuierlich weiter zu entwickeln. Das braucht Zeit, aber auch die unbedingte Beteiligung aller“, sagt Andrea Lausberg- Reichhardt stellvertretene Vorsitzende der LEK NRW (SSP Düsseldorf).
Ideen, Anmerkungen und Sorgen sind also keine Kritik, sondern Motor einer innovativen Entwicklung, an der sich auch die Eltern beteiligen müssen und möchten! Mit diesem offenen und breitangelegten Vorgehen wird Vertrauen bei allen Bildungsbeteiligten: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern geschafft. Wir brauchen die Solidarität aller Menschen - diese darf nicht verspielt werden – sonst gelingt der Neustart nicht! Gemeinsam – ermöglicht Innovationen für einen Neubeginn mit neuen Werten und Normen! Wir fordern die Bildung einer „Task-Force“ für Bildung / Betreuung auf Landesebene.
Vorstand LEK NRW, Dortmund 24. April 2020