Ganztagsschulen und Ganztagsangebote in Nordrhein-Westfalen

Angebote in NRW - Informationen auf den Seiten des Ministeriums
Schulministerium - Ganztagsangebote

Ganztagsoffensive für die Sekundarstufe I

Die Ganztagsoffensive für die Sekundarstufe I besteht aus drei Programmen:

  • Das "1.000-Schulen-Programm" fördert Räumlichkeiten und Erstausstattung für Aufenthalt und Verpflegung von Schülerinnen und Schülern während einer Mittagspause.
  • Das Programm "Geld oder Stelle" sorgt für pädagogische Übermittagbestreuung und für Ganztags- und Betreuungsangebote. Das Programm "Dreizehn Plus in der Sekundarstufe I" wird zum 1.2.2009 in das Programm "Geld oder Stelle" überführt.
  • Über das dritte Programm werden zum 1.8.2009 und zum 1.8.2010 insgesamt jeweils 108 gebundene Ganztagsgymnasien und 108 gebundene Ganztagsrealschulen umgewandelt.
Das 1.000-Schulen-Programm und das Programm "Geld oder Stelle" richten sich an alle Schulen und alle Schulformen der Sekundarstufe I.
Die erforderlichen Erlasse sind am 31.7.2008 in Kraft getreten.
Die Schulträger stellen bis zum 31.10.2008 die Anträge für das Programm "Geld oder Stelle" sowie bis zum 30.11.2008 für die neu einzurichtenden Ganztagsgymnasien und Ganztagsrealschulen und für das 1.000-Schulen-Programm.
Zu den Erlassen gehören auch Änderungen der Erlasse zur Fünf-Tage-Woche und zu den Hausaufgaben.
Es ist so früh wie möglich erforderlich, dass sich Schulen und Schulträger möglichst unverzüglich miteinander in Verbindung setzen, um die erforderlichen Abstimmungs- und Verständigungsprozesse in die Wege zu leiten. Dazu gehört auch eine Abstimmung über Anschlussregelungen für bestehende Verträge aus dem Programm "Dreizehn Plus in der Sekundarstufe I".

KMK (Kultusministerkonferenz): Definition von Ganztagsschulen:
Die Kultusministerkonferenz berücksichtigt bei ihrer Definition von Ganztagsschulen sowohl den Gesichtspunkt der ganztägigen Beschulung als auch den der Betreuung. Ganztagsschulen sind demnach Schulen, bei denen im Primar- und Sekundarbereich I
  • an mindestens drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt wird, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst,
  • an allen Tagen des Ganztagsschulbetriebs den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen bereit gestellt wird,
  • die Ganztagsangebote unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung organisiert und in enger Kooperation mit der Schulleitung durchgeführt werden sowie in einem konzeptionellen Zusammenhang mit dem Unterricht stehen.
Quelle

(Kern-) Lehrpläne online

chulen brauchen Gestaltungsspielräume. Nur dann kann der Unterricht den jeweiligen Voraussetzungen der Lernenden gerecht werden. Im Mittelpunkt der Erneuerung der Schulen steht daher die eigenverantwortliche Schule. Sie legt selbst die Ziele der innerschulischen Qualitätsentwicklung fest und entscheidet, wie die grundlegenden Vorgaben des Schulgesetzes erfüllt und umgesetzt werden. Dennoch bleibt auch die eigenverantwortliche Schule in staatlicher Verantwortung. Notwendig sind allgemein verbindliche Orientierungen über die erwarteten Lernergebnisse und regelmäßige Überprüfungen, inwieweit diese erreicht werden.

In diesem Angebot werden Curriculare Vorgaben verknüpft mit Hinweisen und begleitenden Materialien zur Verfügung gestellt. Man kann gezielt - auch fachübergreifend - in den Lehrplantexten recherchieren.



Lehrpläne Grundschule

Kernlehrpläne für die Sekundarstufe I

Anforderungsprofile Abendrealschule



Standardsicherung NRW

Lernmittel und Lernmittelfreiheit

Auszug aus dem Schulgesetz - Zehnter Teil Schulfinanzierung

§ 96 Lernmittelfreiheit

(1) Den Schülerinnen und Schülern der öffentlichen Schulen und Ersatzschulen werden vom Schulträger nach Maßgabe eines Durchschnittsbetrages abzüglich eines Eigenanteils von der Schule eingeführte Lernmittel gemäß §30 zum befristeten Gebrauch unentgeltlich überlassen. In Ausnahmefällen können ihnen, soweit dies wegen der Art der Lernmittel erforderlich ist, diese zum dauernden Gebrauch übereignet werden.

Die Beträge, die den durchschnittlichen Aufwendungen für die Beschaffung der in einem Schuljahr insgesamt erforderlichen Lernmittel entsprechen, sind durch die Verordnung über die Durchschnittsbeträge und den Eigenanteil nach § 96 Abs. 5 SchulG festgelegt.

Der Eigenanteil darf in der Regel ein Drittel des Durchschnittsbetrages nicht übersteigen.

Nicht unter den Lernmittelbegriff fallen die Gegenstände, die im Unterricht als Gebrauchs- oder Übungsmaterial verwendet werden. Sie müssen gegebenenfalls als Teil der allgemeinen persönlichen Ausstattung von den Eltern bereitgestellt werden. Hierzu zählen Schreib- und Zeichenpapier, Stifte und Rechengeräte aller Art, einschließlich technische Hilfsmittel und sonstige Arbeitsmittel.



Schulgesetz § 96 Lernmittelfreiheit

Verordnung über die Durchschnittsbeträge und den Eigenanteil nach § 96 Abs. 5 Schulgesetz

Schulleiterwahl - Mitteilung des MSW

Stellen für Schulleiterinnen und Schulleiter sind, so wie alle übrigen im Bereich der Landesverwaltung ausgeschriebenen Stellen, nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung zu besetzen
(Art. 33 Abs. 2 Grundgesetz, § 9 Abs. 1 BeamtStG).
Dabei erfolgt eine Personalauswahl auf Grundlage einer aktuellen dienstlichen Beurteilung.

§ 61 Schulgesetz sieht vor, dass zunächst die Schulaufsicht der Schulkonferenz aus den Bewerbungen die für die Wahl geeigneten Personen benennt.
Nach dem Wortlaut des § 61 Abs. 3 Satz 1 SchulG schlägt die Schulkonferenz (nach Durchführung des Wahlverfahrens) der Schulaufsicht dann eine Person zur Ernennung vor.

Die Besetzungsentscheidung trifft also gemäß der Gesetzesregelung die Schulaufsicht. Die dienstrechtlichen Vorschriften bleiben unberührt.

Die Verwaltungsgerichte und das Oberverwaltungsgericht in Münster haben zu den von Ihnen gestellten Fragen Grundsätze aufgestellt, nach denen die Bezirksregierungen verfahren. Bereits die Benennung der am besten geeigneten Personen oder der am besten geeigneten Person gegenüber der Schulkonferenz (§ 61 Abs. 1 Satz 2 SchulG) muss sich nach dem eingangs dargestellten Leistungsgrundsatz richten.

Dies bedeutet in der Praxis, dass die Bezirksregierungen nur die nach ihrer Beurteilung am besten geeigneten Bewerber benennen kann. Auch die endgültige Besetzungsentscheidung muss stets am Leistungsprinzip ausgerichtet sein. Dies gilt auch dann, wenn eine ablehnende oder nicht zustande gekommene Entscheidung der Schulkonferenz vorliegen sollte, die dem Grundsatz der Bestenauslese nicht entspricht. Gleiches gilt auch für die gem. § 61 Abs. 4 SchulG einzuholende Zustimmung des Schulträgers.

Urteile zur Schulleiterwahl:
1. Oberwaltungsgericht (OVG) NRW vom 7.8.2008, Aktenzeichen: 6 B 942/08
2. OVG NRW vom 23.4.2008, Aktenzeichen: 6 B 370/08



http://www.justiz.nrw.de/RB/nrwe2/index.php