WhatsApp – unheimlicher Horror per Kettenbrief

über das Kommunikationsmedium „WhatsApp“ kursieren zurzeit und jetzt auch in NRW Kettenbriefe, die außer dem gruseligem Inhalt nach unseren Informationen auch mehrere  Straftatbestände erfüllen. 


Wir als Landeselternkonferenz Nordrhein-Westfalen haben nach Bekanntwerden über besorgte (Stadt)-Schulpflegschaften das Landeskriminalamt eingeschaltet, den Jugendschutz informiert  und den whatsapp-Dienst aufgefordert, die weitere Verbreitung zu verhindern.

Hier noch Tipps, wie Sie als Eltern mit ihren Kinder im Sinne von kompetenter  Mediennutzung sprechen können:

Echt oder Fake? Ist man unsicher, ob eine Nachricht echt ist oder nicht, hilft es, Auszüge aus der Nachricht in Suchmaschinen einzugeben – meist lässt sich ein Schwindel so sehr schnell entlarven.

Sprechen Sie das Thema von sich aus an und erklären sie, was Kettenbriefe sind. Kindern ist oft nicht bewusst, was hinter Kettenbriefen steckt und dass die darin beschriebenen „Gefahren“ nichts mit der Realität zu tun haben.

Nehmen Sie die Ängste Ihres Kindes ernst! Wenn ein Kind sich Sorgen macht, dass es selbst oder eine nahestehende Person sterben könnte, weil es eine Nachricht nicht weitergeschickt hat, dann sind diese Sorgen ganz real und oft auch sehr mächtig. Nicht immer ist es einfach, diese irrationalen Ängste mit vernünftigen Argumenten zu entkräften. Vielleicht hilft es aber, Geschichten aus der eigenen Vergangenheit zu erzählen, schließlich war jede/r von uns in der eigenen Kindheit/Jugend mit Kettenbriefen (wenn auch über andere Medien) konfrontiert. Auch wenn wir diese Briefe nicht weitergeschickt haben, ist uns deshalb kein Unglück widerfahren.

Diskutieren Sie mit Ihrem Kind, welche Kettenbriefe weitergeschickt werden können – und welche nicht. Nicht alle Kettenbriefe sind bedrohlich bzw. bedenklich, manche sind einfach auch nur nett! Gehen Sie gemeinsam die Kettenbriefe durch, die Ihr Kind in WhatsApp sicherlich zahlreich versammelt hat. Besprechen Sie unter Umständen jeden einzelnen Kettenbrief miteinander. Üben Sie mit Ihrem Kind, „gruselige“ Kettenbriefe nicht weiterzuschicken, um nicht noch weitere Kinder unnötig zu ängstigen. Kettenbriefe mit unangenehmen Inhalten einfach gleich löschen!

Machen Sie Ihrem Kind immer wieder klar, das nichts Schlimmes passiert, wenn man einen Kettenbrief nicht weiterschickt. Wenn Sie Ihr Kind begleiten, wird es im Laufe der Zeit die Sicherheit gewinnen, dass die in Kettenbriefen angedrohten Gefahren nicht real sind.