Pressemitteilung der LEK NRW: Für eine zukunftsorientierte Bildung in NRW

Mit der Landtagswahl in NRW verbinden viele Bürger die Hoffnung auf eine Verbesserung der Bildung für die Kinder in unserem Bundesland.
Neben den Leistungsdefiziten insgesamt und der fehlenden Ausbildungsfähigkeit vieler Jugendlicher ist die systematische Bildungsbenachteiligung einzelner Bevölkerungsgruppen aus Sicht der Landeselternkonferenz (LEK NRW) in NRW ein Grund, das schulische Angebot und die Schulstruktur zu überdenken.
Die LEK lehnt ein Schulsystem ab, in dem erst neunjährige Kinder auf der Grundlage antiquierter Begabungstheorien auf hierarchisch gegliederte Schulformen verteilt werden. Wir wissen aus den internationalen Vergleichsstudien der vergangenen Jahre, dass in einem solchen System überwiegend die soziale Herkunft über die Bildungschancen der Kinder entscheidet. Die Einführung des G8 hat das Gymnasium noch mehr von den anderen Schulformen abgekoppelt, was der gewünschten Verbesserung der Durchlässigkeit entgegensteht.
Der Begriff der Einheitsschule verkürzt den Wunsch nach einem sozial verantwortbaren Schulsystem unbillig und wird dem umfassenden Thema Bildung nicht gerecht. Vielmehr will eine Vielzahl der Menschen in NRW, so auch die LEK, die Achtung der Vielfalt mit einer Verbesserung der Bildung für alle innerhalb eines integrativen Schulsystems umgesetzt sehen. Die LEK wünscht sich von der zukünftigen Landesregierung, dass das Schulsystem insgesamt sowie die Rahmenbedingungen für Schulen auf den Prüfstand gestellt werden. Längeres gemeinsames Lernen, mehr Ganztagsschulen mit besseren Möglichkeiten und mehr Zutrauen zur Eigenständigkeit der einzelnen Schulen sind in den Augen der LEK wesentliche Merkmale der Schule von morgen. Der Beginn einer Legislaturperiode bietet die Chance, sich über Parteigrenzen hinweg auf den Weg zur besten Bildung für alle zu machen, damit unser Land zukunftsfähig bleibt.



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